Überragende Ergebnisse bei DM Brandenburg

6x Deutsche Meistertitel für GRG- Ruderer

Das vergangene Wochenende war wohl eins der erfolgreichsten in der Geschichte der GRG. Von den Deutschen Meisterschaften der Junioren und U 23 Ruderer kehrten die Aktiven mit sechs deutschen Meistertiteln, darunter 3 Doppelmeisterschaften an die Lahn zurück.

Den Auftakt machte die Renngemeinschaft RG Hansa Hamburg/Hamburger und Germania RC/ Gießener RG 1877/ RC Germania Düsseldorf im Finale des Leichtgewichts Männer Vierer ohne St. . Als Favorit aufgrund des Saisonverlaufs gestartet, wurde die Mannschaft um Samuel Garten (GRG) dieser Rolle mehr als gerecht und siegte überlegen mit 8 Sek. Vorsprung vor dem Zweiten, einer Renngemeinschaft aus Düsseldorf, Essen und Neuß. Die übrigen 3 Boote hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Durch diesen Sieg erreichte die Mannschaft die Nominierung für die U 23 Weltmeisterschaften, den sog. Nations-Cup.

Ihre derzeit überragende Form stellten Garten, Gerhardt, Krell, Simons, Diemann, Winkert, Weber und Berger mit Steuerfrau Kristin Heume ( Rgm: Crefelder RV, Siegburger RV, Rc Tegel, Rotation Berlin, GRG, RC Germania Düsseldorf, Hansa Hamburg und Hamburger und Germania RC) im Leichtgewichts-Achter der U 23 unter Beweis, den diese Mannschaft mit einer Länge vor einernorddeutschen Renngemeinschaft gewann. Die weitern 4 Boote konnten an die Leistung der beiden Spitzenboote nicht heranreichen und belegten abgeschlagen die Plätze.
Für Samuel Garten und seine Partner Aus dem Vierer war dies schon der zweite Deutsche Meistertitel in Brandenburg.
In diesem Rennen kam Stefan Ohlenschläger (GRG) , der in einer Rgm. aus Essen, Marburg, Leverkusen und GRG ruderte, auf den 5.Platz . Ebenfalls Platz 5 erreichte Stefan Ohlenschläger (GRG) mit seinem Partner Michael Reckzeh (Etuf Essen) im ungesteuerten Zweier der Leichtgewichte, was für diese junge Nachwuchsmannschaft einen Achtungserfolg darstellte.

Im A-Finale des Junior Vierers mit Stm. konnte die Renngemeinschaft GRG/RC Hassia Gießen/Essener Ruderregattaverein und Duisburger RV mit Tianis (Hassia), Birkhan (GRG) Orlowski, Zawila und StrF. Julia Wilde nicht an ihre überzeugenden Vorlaufergebnisse anknüpfen und belegte den 6. und letzten Platz.

Im jüngeren Jahrgang hatte das Trainergespann kurzfristig zur Meisterschaft eine Mannschaft für den Leichtgewichts Zweier ohne Stm. Mit Patrick Quoika (GRG) und Lucas Hellemeier (RG Wiesbaden- Biebrich) zusammengestellt. Durch einen Super Vorlauf qualifizierte sich diese Mannschaft direkt und überraschend für das A-Finale. Hier reichten die Kräfte aber nur noch zu einem 5. Platz von 6 im A-Finale gestarteten Booten. Dennoch gibt dieses Abschneiden Hoffnung auf weitere Erfolge in der nächsten Saison.

Ein weiteres heißes Eisen im Feuer hatte die GRG mit der Erfolgsruderin Svende Braun. Nach den bisherigen Saisonergebnissen musste man die Mannschaft Svende Braun/ Lena Bieber im Lgw. Juniorinnen Doppelzweier des älteren Jahrgangs schon zu den Favoriten zählen. Dieser Rolle wurden die beiden Ruderinnen gerecht, indem sie überlegen das Rennen und damit den Deutschen Meistertitel vor weiteren 5 Mannschaften gewannen. Dass damit der Erfolgshunger von Svende Braun und ihrer Partnerin noch nicht gestillt war, wurde im Rennen des Lgw. Juniorinnen- Doppelvierers ohne Stm. deutlich. Zusammen mit Anna Frisch (Mainzer RV) und Franca Tasch (ARC Würzburg) gewannen sie dieses Rennen vor drei Renngemeinschaften. Für die GRG-Ruderin Svende Braun war das zugleich der zweite Deutsche Meistertitel dieser Wettkämpfe.

Ebenfalls als Favoriten im Lgw. Junioren Zweier ohne starteten Uli Köhler (GRG) mit seinem Partner Morgan Baumgärtel von der RR Etuf Essen. Wie schon im Verlaufe der Saison mussten auch in diesem Rennen die 5 gegnerischen Boote die Überlegenheit von Köhler/Baumgärtel anerkennen und den beiden Ruderern den Meistertitel überlassen.
Im abschließenden Rennen, dem Lgw. Achter, wurde die Zweier Rgm. ergänzt durch Ruderer aus Treis-Karden, Saarbrücken und Aschaffenburg. Dies Mannschaft, die im Verlaufe der Saison angedeutet hatte, dass der Meistertitel nur über sie gehen würde, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich vor drei weiteren Renngemeinschaftsbooten den Titel. Damit hatte Uli Köhler seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt.

Angesichts dieser hervorragenden Erfolge, die das Trainergespann in harter Arbeit vorbereitet hatte, wollte auch Michel Wieler (GRG) sein Erfolgserlebnis. Er war zu einer Vierer-Selektion vom Bundestrainer eingeladen worden, die im Rahmen der Titelkämpfe in Brandenburg stattfand. Nach der schnellsten Zeit über 1000m im Ergometer-Test, der zuerst absolviert werden musste, kam Michel Wieler nach nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der Bundestrainer nur in den zweiten Deutschen Vierer. Im Rennen dieser beiden Boote konnte Wieler am Schlagplatz des „angeblich” zweitbesten Vierers seine Enttäuschung über diese Entscheidung so gut in Energie umsetzen, dass er diese Mannschaft zu einem deutlichen Sieg über das vom DRV favorisierte Boot führte. Das führte zum Umdenken der Verbandsverantwortlichen, die diesen Vierer für den demnächst anstehenden Weltcup in Luzern nominierten.
Eine schöne Belohnung für den wohl ehrgeizigsten Ruderer der GRG.

Die Ergebnisse der Meisterschaften von Brandenburg haben gezeigt, dass das Konzept der Trainer, überregional die am besten im Boot harmonierenden Ruderer und Ruderinnen zusammenzusetzen, voll aufgegangen ist und dem Ansehen der kleineren Vereine, wie es die Gießener Rudergesellschaft 1877 ist, dient.

Helmut Müller (hemue)